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News


(2017. March 1. 13:19)


Am 29. Oktober 2016 ist dank Herr Patrik Konzer ein riesengroßer Hilfstransport von Saarland angekommen.

(2016. November 2. 15:09)


Der gröβte humanitäre Hilfstransport des Jahres ist am 26. Februar mit der Leitung von Bernard Schmidt nach Visegrád angekommen. Die Geräte wurden in ungarischen Krankenhäusern verteilt. Danke Illingen!

(2016. March 7. 17:20)



(2016. February 22. 14:58)


Am 31. Oktober 2015 transportierte Ritter Patrik Konzer persönlich einen LKW mit 8 Tonnen Krankenhausausstattung in der Ladefläche - gespendet vom saarländischen Priorat - nach Visegrád. Nach der Übergabe haben sie mit einem anderen Transport nach Csíkszereda (Siebenbürgen) weitergefahren.

(2015. November 5. 19:52)

Die Geschichte des Ritterordens

 Mit der Darlegung und Bekanntmachung der Erinnerungen an das Europäische Rittertum ist die Geschichtswissenschaft lange schuldig geblieben. Die über das Rittertum vorhandene Wissenschaftliche Literatur hält als erstes, das zusammenfassende Werk des Deutschen Kulturhistorikers Otto Henne am Rhyn fest, indem er die Geschichte der Europäischen Ritterschaft aufgearbeitet hat. /1/ Bedauerlich ist, dass die verspäteten Arbeiten der Ungarischen Historiker, und das fehlen der Wissenschaftlichen Kenntnisse, auch zu der Unbekanntheit der heimischen Ritterorden geführt haben.


Von den Ungarischen Historikern hat - fast parallel zum erscheinen des Buches des Deutschen Historikers - Béla Majláth als erstes eine Studie über die Ungarischen Ritterorden geschrieben. /2/

In der Redaktion von Sándor Szilágyi haben, 1896 im Jahre des Millenniums Antal Pór und Gyula Schöner als erste die lateinische Gründungsurkunde des Ritterordens zum Heiligen Georg und dessen Ungarische Übersetzung veröffentlicht. Das war die erste beglaubigte Bekanntmachung über die im Jahre 1326 gegründeten Heiligen Georg Rittern. /3/


Eine weitere wichtige Wende in der Erschließung des Themas brachte die Arbeit des Benediktiner Mönchs, und Lehrstuhleiters dr. László Erdelyi, der in seiner 1935 erschienenen Arbeitsstudie, verglichen mit anderen Ausländischen Weltlichen Orden festgestellt hat, dass das Ritterorden zum Heiligen Georg wahrscheinlich die älteste in Europa ist. Anhand der aufgearbeiteten Quellen hat er dies deshalb betont, weil der Autor des Deutschen zusammenfassenden Busches, am Rhynt, das von dem Französischen König dem Heiligen Ludwig gegründeten Plantagenet Orden an erste Stelle gesetzt hat. /4/.


Erdélyi begründete seine Behauptung damit, dass die Ungarische Ordensgründung mit 23 Jahren die Gründung der Englischen Heiligen Georg Ordens, und die Gründung des Gleichnamigen Hosenbandordens vorausgegangen ist. (1349) In seiner Beurteilung gab er eine Summation über die in der II. hälfte des 14. Jahrhunderts gegründeten Fürstlichen, und Königlichen Orden an. Die Reihenfolge dieser ist die Folgende: Französischer Stern Orden, (1352) Heiliger Geist Orden aus Neapel, (1362)
Annuncaita Orden aus Savoy, (1362) Diestel Orden der Bourbon Prinzen (1363) Hermelin Orden des Prinzen aus Bretagne (1371) Stachelschwein Orden des Prinzen aus Orleans, (1381) und das englische Bath Orden (1395) /5/.


Neben der Beurteilung gab Erdélyi eine ausführliche Analyse und Bewertung über die Aufnahmeordnung, über Bestand, über die wichtigsten Ämter der Ordensführer, über Kirchliche und Weltlichen Anforderungen der Mitglieder, und über die (Analytische) Zahl der ihm bekannten Paragraphen und deren Inhalte des Ungarischen Ritterordens zum Heiligen Georg. Diese Arbeit ist deshalb Interessant, weil für eine lange Zeit es die ausführlichsten Informationen für diejenigen gibt, die eine anspruchsvolle Benachrichtigung über den ersten Königlichen Ritterorden, und über die weiteren gleichaltrigen Ritterorden haben möchten. Es ist auch erwähnenswert, dass Erdélyi, den Anfang des 15. Jahrhunderts von König Sigismund gegründete Drachenorden in seine Bekanntmachung mit ein bezieht, welches Dokument auch wichtige Daten über die Arbeit des Ritterordens zum Heiligen Georg enthält. /6/


Fast Parallel mit Erdélyi ist das große zusammenfassende Geschichtsarbeit von Bálint Hóman erschienen. Hierbei hat er im Kapitel über das 14. Jahrhundert, die Geschichte des Ritterordens zum Heiligen Georg ausführlich aufgearbeitet. /7/ Neben den erwähnten Historischen Arbeiten – in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – haben die Bücher und Essays der Autoren Jenő Szűcs, István Miskolczy, Iván Bertényi, Gyula Kristó, István Zsombor, János Endrődy, Elek Fügedi und Ágnes Kurcz wichtige Daten über die Tätigkeit und über die Bewertung des Ritterordens zum Heiligen Georg gegeben. Ein groß Teil der Autoren der aufgezählten Ungarischen Literatur haben mit großem Interesse besonders die Zeit der Gründung, und dessen Umstände aufgearbeitet, aber sind nicht zu der Beantwortung wichtiger Fragen gekommen. /8/.


In dieser Situation hat das im Jahre 1987 erschienene Buch des Englischen Historikers Boulton ein Durchbruch geschaffen, der zum Teil anhand der Arbeit von Erik Fügedi, größten teils aber durch die postum Arbeit von Ágnes Kurcz die Charaktere der Hofkultur in den Zeiten der Árpaden, der Anjous, und die damit zusammenhängenden Hypothesen neu bedacht hat.
Diese Arbeit erbrachte Imponierende Ergebnisse. Es ist deshalb wichtig, weil die heimischen Forscher, unter ihnen auch Erik Füredi sich davor hüteten die Europäische Erststellung des Ritterordens zum Heiligen Georg anzunehmen. Wir können dem Werk Boultons verdanken, dass die ungarische Ordensgründung, und dessen Erstrangigkeit auch die englischen Historiker Barber und Barker anerkennen. /9/. 


Die erwähnten Englischen Historiker begründen ihr Einverständnis damit, dass unter den von Herrschern und Fürsten gegründete Weltliche Ritterorden, - welche über eine Altertümliche Gründungsurkunde, und über Statute verfügen, und Anhand dessen ihre Arbeit zu rekonstruieren ist, - die erste im Stammbaum der Weltlichen Ritterorden der Ungarische Ritterorden zum Heiligen Georg ist. /10/ 


Und das verdient eine besondere Anerkennung, dass in diesem Thema ein ausgezeichneter Ungarischer Historiker, Dr. László Veszprémy seine Hände an den wichtigsten Schlagadern der Europäischen Forschung gehallten hat. Seiner Tätigkeit ist es zu verdanken, dass ein Jahr nach dem die englischsprachige Version des Europäischen zusammenfassenden Buch von D’ Arcy Jonathan Darce Boulton in den Heeresgeschichtlichen Mitteilungen seine Ausgezeichnete Arbeit über die Gründung des Ritterordens zum Heiligen Georg veröffentlichte. /11/ Den ungarischen Lesern bietet dies die Grundlage für das ausführliche und gründliche kennen lernen des Themas.

Notizen:
1/ Das Buch des deutschen Kulturhistorikers Otto Henne am Rhyn: „Königlicher Ritterorden in Europa“ (Leipzig 1895)
2/Der Artikel von Béla Majláth in der Zeitschrift „Jahrhunderte“. Jahrgang 1885. Seite 569-571
3/In der Redaktion von Historiker Endre Szilágyi: „Die Geschichte der Ungarischen Nation“ Band III. Seite 138- 139.
4/Dr .László Erdélyi Benediktiner Mönch, Geschichtsschreiber, Professor der Bildungsgeschichtlichen Fakultät der Szegeder Universität: „Burschenschaftliche Verbindungen in der Ungarischen Ritterzeit“ In: Klebensberger Erinnerungsbuch, 1925. Seite 249-258.
5/ Anonym aus Siebenbürgen: Seite 251.
6/ Anonym aus Siebenbürgen: Seite 256.
7/Bálint Hóman: „Die Geschichte der Ungarischen Nation“ + Gilo Angioni di Napolo Ungheria, (Rom, 1938)
8/ D’ Arcy Jonathan: Darce BOULON: The Knights of Crow mit dem Titel (The Monarchian Orders of Knighthood in Later Medieval Europe 1325-1520) herausgegeben dem Verlag The Boydell Press aus dem Jahre 1987 in Suffolk herausgegebenen Buch im Kapitel im Bezug auf den Ungarischen Ritterorden heilige Georg Seite 27-46., + 478 + 501.
9/Richard Barber and Juliet Barker: TOURNAMENTS Jousts, Chyvarly and Pegeants in the Middle Ages. (First published 1989 by The Boydell Press, Woodbridge. Seite 103-104: 6+ 103-104 + 134 + 223.
10/. László Veszprémy: DIE FRAGEN DER RITTERSCHAFT IM ZEITALTER DER ANJOUS. Die Gründung des Ritterordens zum heiligen Georg. (Kriegsgeschichtliche Kundgebungen) Jahrgang 107. 1994. 1 Nummer, Seite 3- 11.


Der Gedenkspruch des Ritterordens zum Heiligen Georg lautet:
“IN VERITATE IUSTUS SUM HUIC FRATERNALI SOCIETATI”
(In Wahrheit bin ich rechtschaffen gegenüber diesen brüderlichen Bund.)